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Autor Thema: Hallo ihrs ^^
Starbucks
Neuling
*
ID # 226


  Erstellt am 15. Januar 2006 18:28 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Hallo ich bin neu hier.

Es wäre voll cool wenn ihr mal in dem OC-Forum vorbei schauen würdet ^^

Edit by Enigma
Link entfernt. Keine Werbung ohne unsere Zustimmung


<jo ich bin ein kleiner OC-Fan und wohne in der Schweiz ^^





:zwinker:

Beiträge: 9 | Mitglied seit: Januar 2006 | IP-Adresse: gespeichert
Gelöscht
Gelöscht

ID # 184


  Erstellt am 15. Januar 2006 18:54 (#2)  |  Zitat Zitat
Hi,
willkommen hier im Forum nur ich denke nur weil du neu bist musstest du keinen neuen Thread aufmachen es gibt genug andere!!

Mfg Binn

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RickyRyn
Mischaverehrer
***
ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 15. Januar 2006 20:19 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
willkommen im forum, lass dich von meiner hoffnung das du NICHT nur dabist um werbung für dein forum zu machen NICHT abschreken;-)

Beiträge: 398 | Mitglied seit: April 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Barti
Tart
**
ID # 27


  Erstellt am 15. Januar 2006 20:37 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Auch ein herzliches Willkomen von mir aus. Aber bei einer Neuanmeldung doch erst einmal die Boardregeln lesen:

Zitat von Boardregeln:

5. Titelwahl

Wenn du ein Thema, einen Thread eröffnest dann finde den passend Titel bzw die passende Überschrift dafür. Dieser Titel soll sofort das aussagen können was man im Thread finden wird. Dies erleichtert auch die Suche.

6. Werbung

Jegliche Art von Werbung, sei es Links zu privaten oder kommerziellen Seiten, ist ohne vorherige Rücksprache mit einem Adminstrator oder Moderator untersagt. Post und Signaturen mit Werbung, die nicht genehmigt wurde, werden editiert oder gelöscht.



Mit freundlichen Grüßen
Barti

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Beiträge: 331 | Mitglied seit: Januar 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Grullus
Moderator
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ID # 84



-202-329-914
  Erstellt am 15. Januar 2006 21:23 (#5)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ich stimme Barti voll und ganz zu. Zum einen jegliche Art von Werbung ist ja schließlich verboten, und du hast glaube ich auch keinen der Mods geschweige denn der Admins gefragt ob du auf unsere Seite für deine Werben darfst. Wenn sich das jeder so herausnehmen würde wie du dann würden wir bald vor Werbund überquellen. Also würde ich dich daher bitten deine Werbung zu entfernen bis weiteres geklärt ist. Ich neheme aber auch mal schwer an das unser geliebter Admin Enigma sich, sobald er on geht, auch zu diesem Thema äußern wird.
Auf das es später Positiver läuft als beim Start. :zwinker:

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Gestern war heute noch morgen

Beiträge: 461 | Mitglied seit: Mai 2005 | IP-Adresse: gespeichert
RickyRyn
Mischaverehrer
***
ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 15. Januar 2006 22:17 (#6)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
hui, ich glaube der wurde unfreiwillig verkrauld, aber wer die regeln bricht, hats nicht anders verdint!

Beiträge: 398 | Mitglied seit: April 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Enigma
Webmaster
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ID # 9



-321-741-665
  Erstellt am 16. Januar 2006 18:50 (#7)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Zitat von Grullus:
Ich stimme Barti voll und ganz zu. Zum einen jegliche Art von Werbung ist ja schließlich verboten, und du hast glaube ich auch keinen der Mods geschweige denn der Admins gefragt ob du auf unsere Seite für deine Werben darfst. Wenn sich das jeder so herausnehmen würde wie du dann würden wir bald vor Werbund überquellen. Also würde ich dich daher bitten deine Werbung zu entfernen bis weiteres geklärt ist. Ich neheme aber auch mal schwer an das unser geliebter Admin Enigma sich, sobald er on geht, auch zu diesem Thema äußern wird.
Auf das es später Positiver läuft als beim Start. :zwinker:


Ja, der geliebte Admin ist nun wieder aus dem Urlaub zurück und hat reagiert. Allerdings hätte ihr als Moderatoren auch schon mal den Beitrag editieren und die Werbung entfernen können :D

Beiträge: 1450 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Grullus
Moderator
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ID # 84



-202-329-914
  Erstellt am 16. Januar 2006 20:11 (#8)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ok, das nächste mal, wenn so ein Fall nochmal auftritt, werden wir schneller reagieren und dann auch agieren :rolleyes:

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Gestern war heute noch morgen

Beiträge: 461 | Mitglied seit: Mai 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Maddicted
The One and Only
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ID # 12


  Erstellt am 18. Januar 2006 19:06 (#9)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von Enigma:
... Allerdings hätte ihr als Moderatoren auch schon mal den Beitrag editieren und die Werbung entfernen können :D


Gilt ein defektes Netzwerk nebst zwangsweiser dreieinhalbtägiger Unline-Präsenz als hinreichender Grund für die Vernachlässigung von Vollstreckungen oder bedarf es eines Attests vom Netzdoktor ...? ;)


Wehe, wenn er losgelassen ... :teufel:
Maddicted

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Beiträge: 1491 | Mitglied seit: Dezember 2003 | IP-Adresse: gespeichert
RickyRyn
Mischaverehrer
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ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 18. Januar 2006 22:04 (#10)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Zitat von Maddicted:


Wehe, wenn er losgelassen


war des nicht ein spruch von nem ritter, beim siedler kartensopiel??

Beiträge: 398 | Mitglied seit: April 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Maddicted
The One and Only
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ID # 12


  Erstellt am 18. Januar 2006 23:00 (#11)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von RickyRyn:
Zitat von Maddicted:

Wehe, wenn er losgelassen


war des nicht ein spruch von nem ritter, beim siedler kartensopiel??


Oh nein, ...

... die Quelle meines abgewandelten Zitates (siehe unten) ist eine gänzlich andere:



Das Lied von der Glocke


Vivos voco

Mortuos plango

Fulgura frango


Fest gemauert in der Erden

Steht die Form, aus Lehm gebrannt.

Heute muß die Glocke werden.

Frisch Gesellen, seid zur Hand.

Von der Stirne heiß

Rinnen muß der Schweiß,

Soll das Werk den Meister loben,

Doch der Segen kommt von oben.


Zum Werke, das wir ernst bereiten,

Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;

Wenn gute Reden sie begleiten,

Dann fließt die Arbeit munter fort.

So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,

Was durch die schwache Kraft entspringt,

Den schlechten Mann muß man verachten,

Der nie bedacht, was er vollbringt.

Das ist´s ja, was den Menschen zieret,

Und dazu ward ihm der Verstand,

Daß er im innern Herzen spüret,

Was er erschafft mit seiner Hand.


Nehmet Holz vom Fichtenstamme,

Doch recht trocken laßt es sein,

Daß die eingepreßte Flamme

Schlage zu dem Schwalch hinein.

Kocht des Kupfers Brei,

Schnell das Zinn herbei,

Daß die zähe Glockenspeise

Fließe nach der rechten Weise.


Was in des Dammes tiefer Grube

Die Hand mit Feuers Hülfe baut,

Hoch auf des Turmes Glockenstube

Da wird es von uns zeugen laut.

Noch dauern wird´s in späten Tagen

Und rühren vieler Menschen Ohr

Und wird mit dem Betrübten klagen

Und stimmen zu der Andacht Chor.

Was unten tief dem Erdensohne

Das wechselnde Verhängnis bringt,

Das schlägt an die metallne Krone,

Die es erbaulich weiterklingt.


Weiße Blasen seh ich springen,

Wohl! Die Massen sind im Fluß.

Laßt´s mit Aschensalz durchdringen,

Das befördert schnell den Guß.

Auch von Schaume rein

Muß die Mischung sein,

Daß vom reinlichen Metalle

Rein und voll die Stimme schalle.


Denn mit der Freude Feierklange

Begrüßt sie das geliebte Kind

Auf seines Lebens erstem Gange,

Den es in Schlafes Arm beginnt;

Ihm ruhen noch im Zeitenschoße

Die schwarzen und die heitern Lose,

Der Mutterliebe zarte Sorgen

Bewachen seinen goldnen Morgen.-

Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.

Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,

Er stürmt ins Leben wild hinaus,

Durchmißt die Welt am Wanderstabe.

Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus,

Und herrlich, in der Jugend Prangen,

Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,

Mit züchtigen, verschämten Wangen

Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.

Da faßt ein namenloses Sehnen

Des Jünglings Herz, er irrt allein,

Aus seinen Augen brechen Tränen,

Er flieht der Brüder wilder Reihn.

Errötend folgt er ihren Spuren

Und ist von ihrem Gruß beglückt,

Das Schönste sucht er auf den Fluren,

Womit er seine Liebe schmückt.

O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,

Der ersten Liebe goldne Zeit,

Das Auge sieht den Himmel offen,

Es schwelgt das Herz in Seligkeit.

O! daß sie ewig grünen bliebe,

Die schöne Zeit der jungen Liebe!


Wie sich schon die Pfeifen bräunen!

Dieses Stäbchen tauch ich ein,

Sehn wir´s überglast erscheinen,

Wird´s zum Gusse zeitig sein.

Jetzt, Gesellen, frisch!

Prüft mir das Gemisch,

Ob das Spröde mit dem Weichen

Sich vereint zum guten Zeichen.


Denn wo das Strenge mit dem Zarten,

Wo Starkes sich und Mildes paarten,

Da gibt es einen guten Klang.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,

Ob sich das Herz zum Herzen findet!

Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

Lieblich in der Bräute Locken

Spielt der jungfräuliche Kranz,

Wenn die hellen Kirchenglocken

Laden zu des Festes Glanz.

Ach! des Lebens schönste Feier

Endigt auch den Lebensmai,

Mit dem Gürtel, mit dem Schleier

Reißt der schöne Wahn entzwei.

Die Leidenschaft flieht!

Die Liebe muß bleiben,

Die Blume verblüht,

Die Frucht muß treiben.

Der Mann muß hinaus

Ins feindliche Leben,

Muß wirken und streben

Und pflanzen und schaffen,

Erlisten, erraffen,

Muß wetten und wagen,

Das Glück zu erjagen.

Da strömet herbei die unendliche Gabe,

Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,

Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.

Und drinnen waltet

Die züchtige Hausfrau,

Die Mutter der Kinder,

Und herrschet weise

Im häuslichen Kreise,

Und lehret die Mädchen

Und wehret den Knaben,

Und reget ohn Ende

Die fleißigen Hände,

Und mehrt den Gewinn

Mit ordnendem Sinn.

Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,

Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,

Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein

Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,

Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,

Und ruhet nimmer.


Und der Vater mit frohem Blick

Von des Hauses weitschauendem Giebel

Überzählet sein blühendes Glück,

Siehet der Pfosten ragende Bäume

Und der Scheunen gefüllte Räume

Und die Speicher, vom Segen gebogen,

Und des Kornes bewegte Wogen,

Rühmt sich mit stolzem Mund:

Fest, wie der Erde Grund,

Gegen des Unglücks Macht

Steht mit des Hauses Pracht!

Doch mit des Geschickes Mächten

Ist kein ewger Bund zu flechten,

Und das Unglück schreitet schnell.


Wohl! nun kann der Guß beginnen,

Schön gezacket ist der Bruch.

Doch bevor wir´s lassen rinnen,

Betet einen frommen Spruch!

Stoßt den Zapfen aus!

Gott bewahr das Haus!

Rauchend in des Henkels Bogen

Schießt´s mit feuerbraunen Wogen.


Wohltätig ist des Feuers Macht,

Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,

Und was er bildet, was er schafft,

Das dankt er dieser Himmelskraft,

Doch furchtbar wird die Himmelskraft,

Wenn sie der Fessel sich entrafft,

Einhertritt auf der eignen Spur

Die freie Tochter der Natur.

Wehe, wenn sie losgelassen

Wachsend ohne Widerstand

Durch die volkbelebten Gassen

Wälzt den ungeheuren Brand!

Denn die Elemente hassen

Das Gebild der Menschenhand.

Aus der Wolke

Quillt der Segen,

Strömt der Regen,

Aus der Wolke, ohne Wahl,

Zuckt der Strahl!

Hört ihr´s wimmern hoch vom Turm?

Das ist Sturm!

Rot wie Blut

Ist der Himmel,

Das ist nicht des Tages Glut!

Welch Getümmel

Straßen auf!

Dampf wallt auf!

Flackernd steigt die Feuersäule,

Durch der Straße lange Zeile

Wächst es fort mit Windeseile,

Kochend wie aus Ofens Rachen

Glühn die Lüfte, Balken krachen,

Pfosten stürzen, Fenster klirren,

Kinder jammern, Mütter irren,

Tiere wimmern

Unter Trümmern,

Alles rennet, rettet, flüchtet,

Taghell ist die Nacht gelichtet,

Durch der Hände lange Kette

Um die Wette

Fliegt der Eimer, hoch im Bogen

Sprützen Quellen, Wasserwogen.

Heulend kommt der Sturm geflogen,

Der die Flamme brausend sucht.

Prasselnd in die dürre Frucht

Fällt sie in des Speichers Räume,

In der Sparren dürre Bäume,

Und als wollte sie im Wehen

Mit sich fort der Erde Wucht

Reißen, in gewaltger Flucht,

Wächst sie in des Himmels Höhen

Riesengroß!

Hoffnungslos

Weicht der Mensch der Götterstärke,

Müßig sieht er seine Werke

Und bewundernd untergehn.


Leergebrannt

Ist die Stätte,

Wilder Stürme rauhes Bette,

In den öden Fensterhöhlen

Wohnt das Grauen,

Und des Himmels Wolken schauen

Hoch hinein.


Einen Blick

Nach den Grabe

Seiner Habe

Sendet noch der Mensch zurück -

Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.

Was Feuers Wut ihm auch geraubt,

Ein süßer Trost ist ihm geblieben,

Er zählt die Haupter seiner Lieben,

Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.


In die Erd ist´s aufgenommen,

Glücklich ist die Form gefüllt,

Wird´s auch schön zutage kommen,

Daß es Fleiß und Kunst vergilt?

Wenn der Guß mißlang?

Wenn die Form zersprang?

Ach! vielleicht indem wir hoffen,

Hat uns Unheil schon getroffen.


Dem dunkeln Schoß der heilgen Erde

Vertrauen wir der Hände Tat,

Vertraut der Sämann seine Saat

Und hofft, daß sie entkeimen werde

Zum Segen, nach des Himmels Rat.

Noch köstlicheren Samen bergen

Wir trauernd in der Erde Schoß

Und hoffen, daß er aus den Särgen

Erblühen soll zu schönerm Los.


Von dem Dome,

Schwer und bang,

Tönt die Glocke

Grabgesang.

Ernst begleiten ihre Trauerschläge

Einen Wandrer auf dem letzten Wege.


Ach! die Gattin ist´s, die teure,

Ach! es ist die treue Mutter,

Die der schwarze Fürst der Schatten

Wegführt aus dem Arm des Gatten,

Aus der zarten Kinder Schar,

Die sie blühend ihm gebar,

Die sie an der treuen Brust

Wachsen sah mit Mutterlust -

Ach! des Hauses zarte Bande

Sind gelöst auf immerdar,

Denn sie wohnt im Schattenlande,

Die des Hauses Mutter war,

Denn es fehlt ihr treues Walten,

Ihre Sorge wacht nicht mehr,

An verwaister Stätte schalten

Wird die Fremde, liebeleer.


Bis die Glocke sich verkühlet,

Laßt die strenge Arbeit ruhn,

Wie im Laub der Vogel spielet,

Mag sich jeder gütlich tun.

Winkt der Sterne Licht,

Ledig aller Pflicht

Hört der Pursch die Vesper schlagen,

Meister muß sich immer plagen.


Munter fördert seine Schritte

Fern im wilden Forst der Wandrer

Nach der lieben Heimathütte.

Blökend ziehen

Heim die Schafe,

Und der Rinder

Breitgestirnte, glatte Scharen

Kommen brüllend,

Die gewohnten Ställe füllend.

Schwer herein

Schwankt der Wagen,

Kornbeladen,

Bunt von Farben

Auf den Garben

Liegt der Kranz,

Und das junge Volk der Schnitter

Fliegt zum Tanz.

Markt und Straße werden stiller,

Um des Lichts gesellge Flamme

Sammeln sich die Hausbewohner,

Und das Stadttor schließt sich knarrend.

Schwarz bedecket

Sich die Erde,

Doch den sichern Bürger schrecket

Nicht die Nacht,

Die den Bösen gräßlich wecket,

Denn das Auge des Gesetzes wacht.


Heilge Ordnung, segenreiche

Himmelstochter, die das Gleiche

Frei und leicht und freudig bindet,

Die der Städte Bau begründet,

Die herein von den Gefilden

Rief den ungesellgen Wilden,

Eintrat in der Menschen Hütten,

Sie gewöhnt zu sanften Sitten

Und das teuerste der Bande

Wob, den Trieb zum Vaterlande!


Tausend fleißge Hände regen,

helfen sich in munterm Bund,

Und in feurigem Bewegen

Werden alle Kräfte kund.

Meister rührt sich und Geselle

In der Freiheit heilgem Schutz.

Jeder freut sich seiner Stelle,

Bietet dem Verächter Trutz.

Arbeit ist des Bürgers Zierde,

Segen ist der Mühe Preis,

Ehrt den König seine Würde,

Ehret uns der Hände Fleiß.


Holder Friede,

Süße Eintracht,

Weilet, weilet

Freundlich über dieser Stadt!

Möge nie der Tag erscheinen,

Wo des rauhen Krieges Horden

Dieses stille Tal durchtoben,

Wo der Himmel,

Den des Abends sanfte Röte

Lieblich malt,

Von der Dörfer, von der Städte

Wildem Brande schrecklich strahlt!


Nun zerbrecht mir das Gebäude,

Seine Absicht hat´s erfüllt,

Daß sich Herz und Auge weide

An dem wohlgelungnen Bild.

Schwingt den Hammer, schwingt,

Bis der Mantel springt,

Wenn die Glock soll auferstehen,

Muß die Form in Stücke gehen.


Der Meister kann die Form zerbrechen

Mit weiser Hand, zur rechten Zeit,

Doch wehe, wenn in Flammenbächen

Das glühnde Erz sich selbst befreit!

Blindwütend mit des Donners Krachen

Zersprengt es das geborstne Haus,

Und wie aus offnem Höllenrachen

Speit es Verderben zündend aus;

Wo rohe Kräfte sinnlos walten,

Da kann sich kein Gebild gestalten,

Wenn sich die Völker selbst befrein,

Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.


Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte

Der Feuerzunder still gehäuft,

Das Volk, zerreißend seine Kette,

Zur Eigenhilfe schrecklich greift!

Da zerret an der Glocken Strängen

Der Aufruhr, daß sie heulend schallt

Und, nur geweiht zu Friedensklängen,

Die Losung anstimmt zur Gewalt.


Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,

Der ruhge Bürger greift zur Wehr,

Die Straßen füllen sich, die Hallen,

Und Würgerbanden ziehn umher,

Da werden Weiber zu Hyänen

Und treiben mit Entsetzen Scherz,

Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,

Zerreißen sie des Feindes Herz.

Nichts Heiliges ist mehr, es lösen

Sich alle Bande frommer Scheu,

Der Gute räumt den Platz dem Bösen,

Und alle Laster walten frei.

Gefährlich ist´s, den Leu zu wecken,

Verderblich ist des Tigers Zahn,

Jedoch der schrecklichste der Schrecken,

Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Weh denen, die dem Ewigblinden

Des Lichtes Himmelsfackel leihn!

Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden

Und äschert Städt und Länder ein.


Freude hat mir Gott gegeben!

Sehet! Wie ein goldner Stern

Aus der Hülse, blank und eben,

Schält sich der metallne Kern.

Von dem Helm zum Kranz

Spielt´s wie Sonnenglanz,

Auch des Wappens nette Schilder

Loben den erfahrnen Bilder.


Herein! herein!

Gesellen alle, schließt den Reihen,

Daß wir die Glocke taufend weihen,

Concordia soll ihr Name sein,

Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine

Versammle sich die liebende Gemeine.


Und dies sei fortan ihr Beruf,

Wozu der Meister sie erschuf!

Hoch überm niedern Erdenleben

Soll sie im blauen Himmelszelt

Die Nachbarin des Donners schweben

Und grenzen an die Sternenwelt,

Soll eine Stimme sein von oben,

Wie der Gestirne helle Schar,

Die ihren Schöpfer wandelnd loben

Und führen das bekränzte Jahr.

Nur ewigen und ernsten Dingen

Sei ihr metallner Mund geweiht,

Und stündlich mit den schnellen Schwingen

Berühr im Fluge sie die Zeit,

Dem Schicksal leihe sie die Zunge,

Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,

Begleite sie mit ihrem Schwunge

Des Lebens wechselvolles Spiel.

Und wie der Klang im Ohr vergehet,

Der mächtig tönend ihr erschallt,

So lehre sie, daß nichts bestehet,

Daß alles Irdische verhallt.


Jetzo mit der Kraft des Stranges

Wiegt die Glock mir aus der Gruft,

Daß sie in das Reich des Klanges

Steige, in die Himmelsluft.

Ziehet, ziehet, hebt!

Sie bewegt sich, schwebt,

Freude dieser Stadt bedeute,

Friede sei ihr erst Geläute.



[Friedrich Schiller]





Weiß, wo’s steht :zwinker:
Maddicted

P.S. Gibt es unter uns noch jemanden, der diese Zeilen für die Schule auswendig lernen durfte ...?

P.P.S. Und, bevor sich jemand über »off topic« unter Offtopic beschwert ;) - in diesem Klassiker schlummern etliche Wendungen, die sich in den Sprachgebrauch eingeschlichen haben, ohne dass man sie immer direkt zuordnen könnte ... :)
Es gibt tagtäglich gewiss größere Zeitverschwendungen, als diesem Gedicht einige Minuten zu »opfern« ...

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Beiträge: 1491 | Mitglied seit: Dezember 2003 | IP-Adresse: gespeichert
RickyRyn
Mischaverehrer
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ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 20. Januar 2006 16:20 (#12)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
ach, der friedrich wars, t6ja vor der Glocke, bin ich zum glück verschontgeblieben, bei mir bliebs bisher bei mittellangen balladen und gedichten, wie:
Brück am Tay;Doctor Eisenbard;Die Bürgschaft, die gingen noch^^

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Gelöscht
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ID # 184


  Erstellt am 20. Januar 2006 19:10 (#13)  |  Zitat Zitat
Ach du sch**ße und ich dachte ich muss lange Gedichte auswendig lernen. :oh:

Naja da sieht man mal wieder wofür die deutschen Lehrer die Unterrichtszeit verschwenden!!

Mfg Binn

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Gelöscht
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ID # 186


  Erstellt am 20. Januar 2006 20:21 (#14)  |  Zitat Zitat
Ohh, nein... das "Lied von der Glocke", das ruft böse Erinnerungen wach... Aber auswendig lernen blieb mir zum Glück erspart.

Verschwenden würde ich nicht unbedingt sagen, denn wenn man es versteht ist es sicher ganz gut, immerhin ist Schiller neben Goethe der wichtigste deutsche Schriftsteller. Ganz verkehrt kann's also nicht sein.

Aber wie gesagt, WENN man es versteht... Wir lesen gerade "Maria Stuart" (Übrigens auch ein Werk Schillers... Nur für die, denen die Freude es zu lesen nicht zuteil geworden ist :)) und ich kann von mir nicht unbedingt behaupten, dass ich es ganz verstehe... :rolleyes:

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RickyRyn
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ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 21. Januar 2006 01:42 (#15)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
nein verschwendung ist es auf keinen fall, aber das gantze lied der glöcke ist dann doch happig, finde ich, da sind mittelange gedichte in größerer summe sinvoller oder? da hat man mehr verschiedene blcikwinkel!

Beiträge: 398 | Mitglied seit: April 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Das_Orakel
Tart
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ID # 165


  Erstellt am 21. Januar 2006 19:24 (#16)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von Maddicted:
P.S. Gibt es unter uns noch jemanden, der diese Zeilen für die Schule auswendig lernen durfte ...?




Das letzte Gedicht das mir von meiner Schulzeit einfällt, trägt den Titel "Die Kraniche des Ibykus".
Ich kann dazu nur sagen, das es eine sehr schöne, aber auch lange Dichtung von dem Herrn Friedrich von Schiller ist.
Und in diesem Sinne:"Danke, Frau Schmidt" :zwinker:

wer nachlesen möchte

ciao
Das_Orakel

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Beiträge: 245 | Mitglied seit: Oktober 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Gelöscht
Gelöscht

ID # 186


  Erstellt am 22. Januar 2006 18:44 (#17)  |  Zitat Zitat
Nun, wo wir schon dabei sind:

Mein Dank gilt Herrn Sproede... Der es verstanden hat in 1 1/2 Jahren:

- "Das Lied von der Glocke"
- "Wilhelm Tell"
- "Maria Stuart"
- "Die Kraniche des Ibykus"
- "Würde der Frauen"
- "Die Bürgschaft"
- "Der Ring des Polykrates"
durchzunehmen und uns keine einzige Zeile auswendig lernen zu lassen... :danke:

Tom :)

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RickyRyn
Mischaverehrer
***
ID # 57



-342-179-439
  Erstellt am 22. Januar 2006 21:09 (#18)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
also, die hätte man in 1,5 jahren auch net alle auswendiglernen können, davon bin ich überzeigt!

Beiträge: 398 | Mitglied seit: April 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Das_Orakel
Tart
**
ID # 165


  Erstellt am 22. Januar 2006 21:52 (#19)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von Tom:

- "Das Lied von der Glocke"
- "Wilhelm Tell"
- "Maria Stuart"
- "Die Kraniche des Ibyjus"
- "Würde der Frauen"
- "Die Bürgschaft"
- "Der Ring des Polykrates"



Das wäre auch ein bissel viel geworden.
Abertausende von Zeilen in nur 18 Monaten???
Sonst würdet ihr alle mit aufgeblähten Köpfen rumlaufen
:frech:

ciao
Das_Orakel

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Grullus
Moderator
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ID # 84



-202-329-914
  Erstellt am 22. Januar 2006 22:13 (#20)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ich will ja jetzt hier nicht als Spielverderber da stehen, aber ich finde das hat hier jetzt nicht mehr viel mit dem Eigenlichen Thema zu tun. Deswegen werde ich das Thema hier jetzt mal schließen. Wenn ihr weiter über Gedichte plaudern wollt können wir ja entweder ein neues Thema aufmachen oder dieses hier umbenennen und die unwichtigen Beiträge löschen.

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Gestern war heute noch morgen

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